Auch ein alter Hase…

Wie wurde die Adressvalidierung eigentlich früher durchgeführt und wie kam es zu der heutigen Entwicklung im Bereich Adressvalidierung?

Die Adressvalidierung findet ihren Ursprung in der Zeit vor dem Internet. Die Postdienste haben durch die Erfassung von Adressen aus Werbeprospekten und die daraus resultierende Kombination mit einem Adressbestand, beispielsweise über eine Lieferadresse, dazu geführt das es möglich war durch das Scannen der Briefmarken den Inlandsversand zu ermöglichen. Diese Art der Adressverifikation wurde häufig mit dem Vervielfältigen von Werbeprospekten verglichen und wird deshalb als „Werbeprospekt-Verifizierung“ bezeichnet. Heute ist diese Verifizierungskultur nicht mehr so lebendig sondern hat an Bedeutung verloren. Die vielen Eingabefelder und die unterschiedlichen Adressen haben dazu geführt dass die Abgabe einer falschen oder unvollständigen Adresse heute kein großes Problem mehr darstellt.

Dennoch werden immer noch Werbeprospekte und deren Daten mit den vorhanden Datenbankdaten abgeglichen. Diese Art der Validierung ist auch nach wie vor aufgrund des Fehlens von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Systemen auf dem Markt notwendig. Eine Alternative zur „Werbeprospekt-Verifizierung“ besteht in der Erfassung und Verifizierung von Adressdaten über E-Mail-Kontakte, die sich beispielsweise aus dem Bestellverhalten ergeben. In diesem Fall können alle relevanten Adressinformationen direkt vom Anbieter selbst an die Warenversender übergeben werden.

Eine weitere Alternative zur Kombination von Adressinformationen aus Werbeprospekten mit den Datenbankdaten führt in der Verifizierung der Adresse über ein elektronisches System, beispielsweise über das Internet. Diese Form der Verifizierung hat sich im Laufe der letzten Jahre ganz stark entwickelt und ist heute die wichtigste Form, um Adressdaten bereitzustellen. Diese Art der Adresse ist für jeden Kunden möglich, unabhängig von dem Wohnort oder anderen unterschiedlichen Information. Das macht dieses Verfahren zu einer sehr kostengünstigen Art des Validierens einer Adresse.

Die IDS-System GmbH bietet hierzu seit 2006 neben den beliebten Postversand-Lösungen auch die Möglichkeit den Versand über die Internetseite des Kunden durchzuführen, beispielsweise über einen Shopping-Bereich. Die Lieferadressen werden hierzu direkt vom Anbieter in eine IDS-Webshop-Installation eingepflegt, sodass der Versand für den Kunden in der Regel sehr komfortabel ist.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Smartphone und Tablet PC wird es in Zukunft ganz wesentlich sein Lieferservice-Angebote für diese Medien bereitzustellen. Ein Beispiel hierfür sind die „Click & Collect“ Angebote von Otto oder Amazon. Diese Beispiele zeigen, dass die Adressverifikation immer mehr an Bedeutung gewinnt und somit auch alle Prozesse im Bereich Adressverifikation modernisiert werden müssen. Wenn es um die Verifizierung einer Lieferadresse geht, können Kunden sowohl den Versand über Werbeprospekte als auch über E-Mails oder elektronische Adressdaten verifizieren. Die elektronische Adressverifikation ist in diesem Bereich bereits sehr weit entwickelt und in Zukunft wird diese Art zu validieren auch für andere Bereiche immer relevanter werden.

In welchem Maße spielen die Kosten bei der Adressverifikation eine Rolle? Inwieweit sind moderne Technologien in diesem Fall gefragt?

Der Kostenfaktor hat im Zusammenhang mit der Validierung einer Adresse natürlich einen großen Einfluss. Das bedeutet, dass man hier auf die Kosten achten muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kosten zu einem wichtigen Faktor für die Adressverifikation werden. Die Kosten sind bei der Validierung einer Adresse kein entscheidendes Kriterium. Dennoch können die beteiligten Parteien, also Kunde und Anbieter, ihre Erwartungen an den Preis stellen. Jeder Unternehmer muss sich natürlich überlegen welchen Aufwand er für seine Geschäfte betreibt und ob diese Kosten im Verhältnis zum Gewinn stehen.

Der Onlinehandel & die Adressvalidierung

Die Adressvalidierung ist auch im Bereich Onlinehandel ein großes Thema, denn entsprechende Tools können die Angriffe auf diesem Weg erheblich verringern. Damit diese Adressen tatsächlich eine hohe Qualität besitzen, sollte der Datenbestand jedoch regelmäßig aktualisiert werden. Dies ist bei manchen Anbietern leider nicht gewährleistet.

Durch eine Softwarelösung, wie zum Beispiel den Datenimport von Einträgen direkt vom Zollamt, können die Adressdatenbestände automatisch mit den neuesten Informationen aktualisiert werden. Hierbei kann neben dem deutschen Zollamt auch das Ausland berücksichtigt werden. Dies hat zur Folge, dass bei der Adressvalidierung im Onlinehandel ungültigen Datensatz mehr vorhanden sind.



Welche Vorteile bietet es für einen Kunden das Internet als Transportweg für den Versand von Waren zu nutzen? Welche Nachteile ergeben sich dabei?

Das Internet ist heute der beliebteste Weg um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten oder auch Waren zu verschicken. Die Kunden sind heute bereit ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen, da sie im Internet Waren günstiger bekommen können.

Dieses Risiko ist jedoch für die Anbieter nicht ohne Probleme. Sie müssen den Bestellvorgang über das Internet via SSL-Verschlüsselung schützen und sie müssen auch die Adressdaten der Kunden verifizieren. Diese Aufgabe erfordert viel Zeit und man braucht auch noch mehr Personal als bisher.

Welche Vorteile bietet es dem Anbieter seine Ware über das Internet zu vertreiben? Welche Nachteile ergeben sich dabei?

Durch den Einsatz des Internets kann ein Unternehmen außerordentlich große Mengen an Waren verkaufen.

Das Risiko ist jedoch auch in diesem Fall sehr groß. Das Internet bietet viele Möglichkeiten für Betrüger, die versuchen Ware zu bekommen ohne sie zu bezahlen. Mit Hilfe der SSL-Verschlüsselung und mit Hilfe von Adressprüfung kann man das Risiko jedoch einigermaßen klein halten.

Welche Vorteile bietet es für einen Kunden den Transportweg für Waren via Internet zu nutzen? Welche Nachteile ergeben sich dabei?

Ein grosser Vorteil ist, dass man nicht mehr viel Gewicht auf die Straße stellen muss, wenn man Waren transportieren will. In Zeiten wo Benzin so teuer geworden ist, ist es doch fast eine Erleichterung, wenn man seine Waren auf dem Luftweg verschicken kann.

Um diesen Service zu gewährleisten, muss man aber viel Geld investieren in den Bau von Flughäfen und in die Beschaffung von Spezialflugzeugen, die für den Transport von Waren geeignet sind. In der Schweiz ist es noch nicht so weit, aber im Ausland hat man schon damit begonnen. Ware nicht mehr per LKW transportieren muss.

Ein Nachteil ist, dass die Waren ein Risiko tragen, wenn sie verschickt werden. Die Ware kann verloren gehen oder auch beschädigt werden. Die Transportwege sind lang und es besteht immer die Gefahr, dass etwas passiert.

Die Internet-Versandhändler haben in den letzten Jahren große Fortschritte beim Schutz der Daten ihrer Kunden gemacht. Zuerst war der Umgang mit Geldüberweisungen ein grosses Problem aber seitdem in vielen Ländern in Europa die Nutzung von Kreditkarten erlaubt ist, hat sich dieses Problem weitgehend erledigt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es gibt mehr Nachteile als Vorteile beim Online-Versand.